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Fgrsna Bgg
teilt etwas mit · vor mehr als einem Jahr

Im August 2023 startet unsere Kampagne 100 U25 NRW 2025

Mathias Wirtz , Physikstudent , 21, aus Hilden will bei der Kommunalwahl 2025 in NRW für seinen Stadtrat kandidieren. Schon jetzt sucht er Unterstützer und weitere Kandidaten, die im September 2025 ebenfalls noch jünger als 25 Jahre sind. Wirtz will nur für eine Wahlperiode in den Stadtrat, um Demokratie zu lernen und um seine Perspektive als junger Mensch in die lokalpolitischen Diskussionen einzubringen.

“Meine wichtigste Aufgabe wird sein, die Tür aufzustoßen, Lokalpolitik für junge Menschen verständlich und interessant zu machen und am Ende der Wahlperiode einen geeigneten Nachfolger bzw. Nachfolgerin (U25) zu finden,” fasst der junge Student sein Anliegen zusammen. Wirtz will in keine Partei, sondern eine Institution schaffen, die neue Wege in der politischen Nachwuchsförderung geht.

Auf die Idee ist er bei der Utopie-Konferenz von Richard David Precht und Maja Göpel 2022 in Lüneburg gekommen. Hier hat er den Rechtsanwalt Stefan Ott, 57, aus Bad Oeynhausen kennengelernt, der mit seinem Verein Junge Ratsmitglieder e.V. Kandidaten wie ihn vernetzen möchte, um eine demokratisch legitimierte Stimme der Jugend zu etablieren. Der Rechtsanwalt war selbst mit 18 Mitglied in seinem Stadtrat. 

 “Die Leute von Jurats haben mich überzeugt, dass wir nicht nur eine letzte, sondern auch eine erste Generation brauchen, um eine demokratische Aufbruchstimmung zu erzeugen,” sagt Wirtz. Und weiter: “Das Gute an dem Konzept des Vereins ist, dass es eine Erneuerung der Demokratie von unten verspricht, ohne das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen zu unterlaufen.”

Am 17.08.23 um 19:00 Uhr wollen die beiden ihr Konzept in Veranstaltungsort der Hildener Öffentlichkeit vorstellen. Eingeladen sind alle Interessierten jeden Alters. Weitere Informationen gibt es auf der Seite www..jurats.de

(Die Infos gibt es auf der Homepage noch nicht,  u.a.  für die Umgestaltung der Seite suchen wir hier noch Hilfe) 

JURATS – Doing by learning

http://jurats.de

Zrynavr Qvyyre · vor mehr als einem Jahr

Hallo Stefan, das Projekt erinnert mich ein wenig an die spaßige Serie der Öffentlichen "Das Parlament". Ein junger Mann agiert im Umfeld des Europäischen Politikraums und versucht sein Ziel, den Meeressäugerschutz zu verankern.

Dein Projekt ist ein guter Ansatz, um mehr junge Leute in die Politik zu bringen. Bei der Vielfalt an Themen und Entscheidungen, die in der Kommunalpolitik zu treffen sind, erlebe ich häufig, dass die Politiker*innen es nicht schaffen, sich fachlich ausreichend mit den Inhalten zu beschäftigen. Eigentlich bräuchte es für die meisten von ihnen Begleitung. Im Team also einer Fraktion zu arbeiten ist deshalb wichtig. Liebe Grüße, Melanie

Fgrsna Bgg · vor mehr als einem Jahr

Hallo Melanie, vielen Dank für Deinen Beitrag. Die Serie habe ich leider nicht gesehen, aber ich fürchte, wir müssen noch kräftig an Storytelling arbeiten.

Kommunalpolitiker begleiten ist genau unser Ansatz. Wenn von Anfang an die jungen Ratsmitglieder das Rotationsprinzip mit Leben erfüllen, dann führt dieses automatisch zu mehr Kontinuität in der Arbeit der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker. Erfahrung und Wissen muss dokumentiert und weitergegeben werden. 

Damit wird ein Gegengewicht zu einer oft in sich ruhenden hauptamtlichen Verwaltung geschaffen, die schon viele Ratsmitglieder und Bürgermeister  kommen und gehen gesehen hat.  Stärkung des "parlamentarischen" Teils der kommunalen Selbstverwaltung ist ein guter Ansatz die Idee der der Selbstverwaltung selbst zu stärken und Demokratie von unten zu beleben.

Viele Grüße

Zntahf Erzobyq · vor mehr als einem Jahr

Ich habe als Demokratie-Innovator mehrmals versucht, ohne das etablierte Parteiensystem partizipative Möglichkeiten in der Politik zu schaffen. Was ich bei meinem Scheitern gelernt habe, würde ich euch gerne mitgeben. Wenn es euch interessiert, WARUM ohne Parteien kein Staat zu machen ist, kontaktiert mich gerne.

Auf einen Austausch und neue Ideen freue ich mich immer.

Fgrsna Bgg · vor mehr als einem Jahr

Hallo Magnus,

Deine Erfahrungen interessieren uns sehr. Was hast Du versucht? Vielleicht sind wir inhaltlich gar nicht so weit auseinander, oder meinst Du, dass Kommunalpolitik ohne Parteipolitik auch nicht funktioniert? Ich halte Parteipolitik zur Meinungsbündelung auf Landes- und Bundesebene auch für unverzichtbar. Auf kommunaler Ebene halte ich Parteipolitik für überflüssig bis schädlich. Falls Dich das interessiert, kann ich das auch gerne noch weiter erläutern.

Liebe Grüße

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Yran Xabgr
teilt etwas mit · vor mehr als 3 Jahren

Nochmal Utopia

Ich möchte gern meine Vision von morgen mit euch teilen.
Es ist alles ausgedacht. Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben...
Über Hinweise und Ergänzungen freue ich mich!
Hier meine "Story":

Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant.

Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.

Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.

Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).

Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen.
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)

Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).

Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen.

Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.

Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)

Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...

Treevg Fpuhfgre · vor etwa 3 Jahren

Eieiei die Verkehrswende... Ich bin mit einem sich einenden Europa groß geworden. Erst verschwand die Ost-Mark, dann die D-Mark. Der Bolognaprozess machte studieren in ganz Europa viel einfacher. Flüge fast zum Nulltarif machten es zudem unglaublich verlockend, unseren "Kontinent" zu entdecken und zu erfahren.

Und so ist meine Familie auch multinational geworden. Wir sprechen in der Familie täglich 4 Sprachen. Auch enge Freunde kommen aus allen Ecken und Enden Europas.

Erst langsam kam die Erkenntnis, dass das alles nur durch cheap-oil und andere fossile Brennstoffe möglich ist. (Und dieses Modell auch in Zukunft nur mit massivem Einsatz von Energie zu erhalten wäre.) Gegenseitige Besuche erfordern (noch) oft den Flieger.

Also schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits mit dem Wissen, dass Fernreisen für uns und die gesamte Menschheit nicht alltäglich werden dürfen. Andererseits mit dem Reichtum, von anderen Kulturen zu lernen und zusammenzuwachsen.

Wie bringen wir das unter einen Hut? Was tun, wenn fliegen schlecht ist, aber die Großeltern die Enkelkinder vermissen? Nur zwei Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft: Dann vermissen sie sie eben. Oder wir entscheiden uns gegen ein getrenntes Leben und bleiben am gleichen Ort.

_____

In meiner Vision ist das Fliegen fast gänzlich verschwunden oder wird wieder ein absolutes Ausnahmeereignis. Schiffsreisen ebenfalls. Ein modernes (aber langsames) internationales Bahnstreckennetz wird wiederbelebt und ausgebaut. Fernreisen dauern wieder und sind etwas besonderes anstatt die Regel. Berufliches Pendeln ist für die Masse der Menschen pure Zeit- und Geldverschwendung.

Ähnlich beim Warentransport: Lokale Produktions- und Produktkreisläufe sind die Regel. Die "Konsumgesellschaft" ist passee. Die "Fabrik für die Welt" in Südostasien ebenfalls. Neuanschaffungen halten und halten und halten und können bei Bedarf einfach repariert werden. In der Folge ist der Warentransport über Schiff und Laster stark reduziert.

____

Was mach' ich gerade daraus?

  • Auto so oft es geht stehen lassen. (Das geht auf der Insel nicht immer.) Es in ein Gemeingut verwandeln und perspektivisch ohne auskommen. Fahrgemeinschaften bilden. Hitchhiken.
  • Reine "Urlaubsreisen" ausschließen. Besuche bei weit entfernten Verwandten und Freunden lange dauern lassen und dafür die Anzahl der Besuche reduzieren. Immer erst Bahnmöglichkeiten oder Busreisen recherchieren. Auch wenn der Komfort leidet.
  • Lokal produzierte saisonale Lebensmittel intensiv nutzen. Wenig Materielles brauchen. Konsum als letzte von vielen Optionen, das Ziel zu erreichen. Eventuell das Ziel ändern.
  • Raus gehen und mich mit dem verbinden, was ich retten möchte. Der Natur zuhören und sie kennenlernen. Dem nachspüren, was da lebt und wie es lebt.
  • Dazu lernen. Diskutieren. Revidieren. Meine Vision weiterentwickeln. Mich verbinden. Und mich aus meiner Komfortzone pushen, so oft ich das eben kann. =)

Das ist keinesfalls DIE Antwort. Nur meine persönlichen ersten Babyschritte zu mehr Respekt und Verantwortung für meine Um- und Mitwelt.

Yran Xabgr · vor etwa 3 Jahren

Hej Axel,
klar arbeite ich sie ein.
Der durchaus freundlichere Ton Deines letzten Posts macht es mir leichter, Deine Kritikpunkte aus der ersten Nachricht nochmal anzuschauen.
Ich glaube ich habe Deinen Punkt noch nicht ganz verstanden - geht es Dir darum, dass keine Akkus mehr hergestellt werden sollen? Den Gedanken finde ich durchaus spannend.

Ein weiterer Aspekt, den ich mich grad immer frage: Wohin mit all dem Schrott? Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass (zumindest die Städte) autofrei(er) werden, was wird dann aus all den Karossen und Bauteilen? Die sinnvoll zu zerlegen und weiterzuverwenden sehe ich auch noch keine Konzepte. Vielleicht weißt Du da mehr?

Und - was sind Deine Alternativen für Flug- und Schiffsverkehr? Ich kenne mich da nicht so aus.

Ein Projekt ist es nicht wirklich. Eher ein Versuch. Ganz nach dem Motto "Versuch macht klug" ;)
Danke für Deine Wünsche!

Treevg Fpuhfgre · vor etwa 3 Jahren

Vielen Dank für's Teilen Lena! Und für deinen Mut, dich angreifbar zu machen. Natürlich gibt es dafür gleich was auf den Deckel in den Kommentaren. =) Zukunft ist ein Aushandlungsprozess: Eine*r traut sich nach vorn, die andern hacken drauf rum. Ich sehe für mich sehr viel erstrebenswertes in deiner Vision!

Yran Xabgr · vor etwa 3 Jahren

Ach, Gerrit, danke!
Ich weiß auch nicht, was die Menschen so griesgrämig macht. Dass sie selbst nicht auf die Idee gekommen sind?
Macht mich traurig, das Gegenteil von dem zu bewirken, was ich vorhatte: Andere anstecken, begeistern, zu motivieren mitzuträumen. Konstruktiv.
Vielleicht muss ich das nächste Mal absichtsfreier herangehen. ;-)

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Coronatagträume
teilt etwas mit · vor mehr als 3 Jahren

Nochmal Utopia

Von Lena Knote, Berlin:

Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben... 

Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant. 

Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.

Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.

Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).

Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen. 
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)

Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).

Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen. 

Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.  

Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)

Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...

https://www.reflecta.network/changemaker/lena-knote

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Qnavryn Znue
teilt etwas mit · vor fast 3 Jahren

Tickets für den Kinostart von Träum weiter

Zum Kinostart von Träum weiter, dem neuen Kinofilm von Valentin Thurn können wir 2x2 Tickets für die folgenden Standorte an unsere Reflecta Companions abgeben:

Köln Cinenova, 28.09.  19:30 Uhr, Premiere

Berlin Filmtheater am Friedrichshain, 29.09.  20:00 Uhr, Premiere

München City Kinos 03.10. 11:00 Uhr

Freiburg Friedrichsbau 04.10. 20:30 Uhr

Karlsruhe Schauburg 05.10. 18:30 Uhr

Das Angebot gilt bis zum 24.9.2021

First come, first serve.

"Wir brauchen sie also dringend, die Menschen, die sich ihre eigene Zukunft erträumen können - und vielleicht auch ein Stückchen von unserer. Träumer*innen, Visionär*innen und Utopist*innen, die vermeintlich unmögliche Wünsche hegen und gegen innere und äußere Widerstände daran festhalten. Gerade in unserer globalisierten Welt, die immer kleiner und durchnormierter wird, in der alles mit allem zusammenhängt, geht es doch mehr denn je darum, Ideen zuzulassen, die auf den ersten Blick abwegig erscheinen." Valentin Thurn.

https://www.youtube.com/watch?v=XGLx0cqmlE0

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Fgryyn Fpunyyre
teilt etwas mit · vor mehr als 2 Jahren

Transformation Bootcamp 2022

Unser Transformation Bootcamp geht in die zweite Runde! 🦄🚀Mit 12 ausgewählten Change Maker:innen machen wir uns Ende Januar 2022 für 15 Wochen auf die Reise durch die vielen Schichten von #Transformation im Innen und Außen. Als Teilnehmer:in geht ihr gemeinsam den Weg ins Neue, taucht in das utopische Mindset ein und lernt die Kunst der Utopieentwicklung, erarbeitet und Umsetzungspläne und Prototypen, stärkt eure #Selbstanbindung und Future Skills wie #systemischesDenken, #Prozesskompetenz, #Manifestationskompetenz und
 #transformativeFührung.  
Für alle, die in sich weiterentwickeln wollen, neue Inspiration und Impulse und Austausch suchen und transformativ wirksam werden möchten - im privaten, beruflichen und in der Welt!
Anmeldungen ab jetzt möglich.

--> Hier mehr Infos:https://www.realutopien.de/angebote/transformation-bootcamp/


#Klimakrise #Innovation #SDGS #Persönlichkeitsentwicklung #GameChange #Community  

Transformation Bootcamp - Angebote | Reinventing Society

Transformation Bootcamp. Für persönlichen, organisationalen und gesellschaftlichen Wandel. Unsere Welt ist aus den Fugen. Kritische Kippunkte nahen in u...

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Znep Zraavatznaa
teilt etwas mit · vor mehr als 2 Jahren

Neues Video für das WandelWerk Köln

Das WandelWerk Köln feierte mit ihrem Werksfest im September das Ende vom Anfang: Die 13-monatige Zwischennutzung eines ehemaligen Autohauses in Köln Ehrenfeld als Modellprojekt für ein Zentrum des sozial-ökologischen Wandels ist vorbei. Aber mit Workshops, Impulsen, Installationen, Konzerten, Theater uvm. wurde an drei Tagen auch der Beginn einer gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung gefeiert, die als Projekt des KLuG - Köln leben & gestalten e.V. im Liebigquartier weitergeht. Wir - Raute Film - durften das vielfältige Programm in Bildern einfangen und viele Engagierte zu Wort kommen lassen...

https://vimeo.com/649438344

Featuring Frauke Burgdorff // Netzwerk Immovielien, David Becher // Utopiastadt Wuppertal, Niko Paech // Uni Siegen, Davide Brocchi // Tag des guten Lebens, Patricia Yasmine Graf // Designmetropole Aachen, Oliver Hasemann // Autonomes Architektur Atelier Bremen, Brigitte Scholz // Stadt Köln, Silal El-Saleh // Your.company, Charlotte Grieser // Journalistin uvm.

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